StaplerscheinTest

🏭 Regalbedienung und Lagerung

Regalbedienung und Lagerung

Beim Ein- und Auslagern in Regalanlagen muss die zulässige Belastung der Lagereinrichtungen eingehalten werden. Entscheidend sind die Fachlast (die Last, die von einer Regalseite aus in ein Fach eingebracht werden kann) und die Feldlast (die Summe der Fachlasten in einem Feld, in der Regel gleichmäßig verteilt). Die zulässige Belastung darf nicht überschritten und die Standsicherheit nicht beeinträchtigt werden; Ladeeinheiten dürfen nicht stoßartig abgesetzt werden (DGUV Regel 108-007, Abschnitt 5.1).

Vor dem Anheben in der Höhe ist der Mast senkrecht zu stellen, damit die Last sicher und lotrecht ins Fach eingebracht werden kann. In großer Hubhöhe sinkt die zulässige Resttragfähigkeit des Staplers, und das Lastdiagramm ist zu beachten. Lasten dürfen in den Regalen nur so abgesetzt werden, dass sie nicht in den Fahrbereich der Flurförderzeuge hineinragen (DGUV Vorschrift 68, § 35).

Zu Mindestabständen und zum Zustand der Anlage gilt:

Beim standsicheren Stapeln sind Stapel lotrecht zu errichten; übersteigt die Neigung mehr als 2 %, sind sie gefahrlos abzubauen. Der Standsicherheitsfaktor gegen Kippen muss mindestens 2,0 erreichen. Aus Schmalgängen darf nur mit Kriechgeschwindigkeit (bis 2,5 km/h) und bodenfrei (bis 0,50 m über Flur) angehobenem Lastaufnahmemittel herausgefahren werden.

Beschädigte Regalteile und festgestellte Mängel, durch die Versicherte gefährdet werden können, müssen unverzüglich gemeldet und behoben werden; bis dahin sind die betroffenen Einrichtungen der Benutzung zu entziehen. Kraftbetriebene Regale sind mindestens einmal jährlich durch einen Sachkundigen zu prüfen.

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Beispielfragen (35)

1. Was bezeichnet der Begriff 'Fachlast' bei einem Regalsystem?

  1. Die Last, die von einer Regalseite aus in ein einzelnes Fach eingebracht werden darf
  2. Das Gesamtgewicht aller im Regal gelagerten Güter
  3. Das Eigengewicht der Regalkonstruktion ohne Last
  4. Die maximale Punktlast unter einem einzelnen Regalstandfuß

Die Fachlast ist die Last, die von einer Regalseite aus in ein Fach eingebracht werden kann. Sie ist nicht das Gesamtgewicht des Regals. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 4.2.7.2 (Definition Fachlast))

2. Wie ist die 'Feldlast' eines Regalfeldes definiert?

  1. Als die Summe der Fachlasten in einem Feld
  2. Als die Last eines einzelnen Faches
  3. Als die zulässige Bodenpressung unter dem Regal
  4. Als die maximal mit dem Stapler hebbare Last

Die Feldlast ist die Summe der Fachlasten in einem Feld, in der Regel bei gleichmäßig verteilter Last. Sie umfasst also alle Fächer übereinander in einem Feld. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 4.2.7.3 (Definition Feldlast))

3. Welche Angaben müssen auf dem Belastungsschild eines kennzeichnungspflichtigen ortsfesten Regals deutlich erkennbar und dauerhaft angebracht sein?

  1. Zulässige Fach- und Feldlasten sowie Hersteller, Typ und Baujahr
  2. Nur das Eigengewicht des Regals
  3. Der Name des zuständigen Staplerfahrers
  4. Die Prüfplakette der nächsten Hauptuntersuchung des Staplers

Auf dem Belastungsschild müssen die zulässigen Fach- und Feldlasten sowie Hersteller, Typ und Baujahr angegeben sein. So weiß der Lagerarbeiter, wie viel er einlagern darf. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 4.2.7.1 (Kennzeichnung))

4. Ab welcher Belastung besteht für ortsfeste Regale die Pflicht zur Kennzeichnung mit den zulässigen Lasten?

  1. Ab einer Fachlast über 200 kg oder einer Feldlast über 1000 kg
  2. Erst ab einer Fachlast über 1000 kg
  3. Grundsätzlich für jedes Regal ab 50 kg Fachlast
  4. Nur bei Regalen, die höher als 6 m sind

Die Kennzeichnungspflicht greift ab einer Fachlast über 200 kg oder einer Feldlast über 1000 kg. Unterhalb dieser Werte ist kein Belastungsschild vorgeschrieben. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 4.2.7.1 (Kennzeichnung))

5. Auf dem Belastungsschild eines Regalfaches steht eine zulässige Fachlast von 800 kg. Wie verhalten Sie sich richtig?

  1. Sie lagern in dieses Fach keine Ladeeinheit ein, die schwerer als 800 kg ist
  2. Sie dürfen 800 kg überschreiten, solange das Regal nicht sichtbar durchbiegt
  3. Sie dürfen pro Palette 800 kg einlagern, auch bei mehreren Paletten im Fach
  4. Die Angabe gilt nur für die unterste Ebene des Regals

Die zulässige Fachlast darf nicht überschritten werden. Eine Überschreitung gefährdet die Tragfähigkeit und Standsicherheit des Regals. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 5.1.1 (Betrieb – Belastung))

6. Ein Regalfeld hat fünf Fächer mit jeweils 300 kg zulässiger Fachlast. Wie hoch ist die zulässige Feldlast in der Regel?

  1. 1500 kg, da die Feldlast die Summe der Fachlasten ist
  2. 300 kg, da nur das stärkste Fach zählt
  3. 600 kg, da nur das oberste und unterste Fach belastet werden dürfen
  4. Unbegrenzt, solange jedes Fach einzeln seine Fachlast einhält

Die Feldlast ist die Summe der Fachlasten in einem Feld, hier also 5 × 300 kg = 1500 kg. Die zulässige Feldlast kann jedoch durch eine eigene Angabe auf dem Schild begrenzt sein. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 4.2.7.3 (Definition Feldlast))

7. Wie viel darf die Abweichung der Regalstützen von der Lotrechten in Längs- und Tiefenrichtung höchstens betragen?

  1. Höchstens 1/200 der Regalstützenhöhe
  2. Höchstens 1/50 der Regalstützenhöhe
  3. Höchstens 1/10 der Regalstützenhöhe
  4. Eine Abweichung ist beliebig zulässig, solange das Regal steht

Regale müssen lotrecht aufgestellt sein; die Abweichung der Stützen darf 1/200 der Regalstützenhöhe nicht überschreiten. Größere Schiefstellungen mindern die Standsicherheit. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 4.2.6 (Aufstellung))

8. Beim Einlagern bemerken Sie, dass ein Regalträger verbogen und ein Standfuß angefahren ist. Wie handeln Sie richtig?

  1. Den Mangel melden und das betroffene Regal bis zur Behebung der Benutzung entziehen
  2. Das Regal weiter benutzen und den Schaden am Schichtende notieren
  3. Nur das oberste Fach sperren, die unteren weiter beladen
  4. Den Träger selbst mit einem Hammer wieder geradebiegen

Festgestellte Mängel, durch die Versicherte gefährdet werden können, müssen unverzüglich behoben werden; bis dahin ist das Regal der Benutzung zu entziehen. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 5.1 (Beseitigung von Mängeln))

9. Sie setzen eine Palette in ein Regalfach. Welches Verhalten ist beim Absetzen korrekt?

  1. Die Ladeeinheit ruhig und ohne Stoß absetzen, um die Standsicherheit nicht zu beeinträchtigen
  2. Die Palette schwungvoll absetzen, damit sie sicher einrastet
  3. Die Palette aus etwas Höhe fallen lassen, um Zeit zu sparen
  4. Die Palette gegen den hinteren Anschlag stoßen, damit sie nicht verrutscht

Ladeeinheiten dürfen nicht stoßartig abgesetzt werden, und die Standsicherheit darf nicht beeinträchtigt werden. Stöße können Träger lösen oder das Regal beschädigen. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 5.1.2 (Betrieb – Belastung))

10. Welchen Mindestwert muss der Standsicherheitsfaktor gegen das Kippen von Lagereinrichtungen erreichen?

  1. Mindestens 2,0
  2. Mindestens 1,0
  3. Mindestens 0,5
  4. Mindestens 5,0

Der Standsicherheitsfaktor gegen Kippen muss mindestens 2,0 betragen, und der Nachweis ist auch für den unbeladenen Zustand zu erbringen. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Anhang 1 i. V. m. Abschnitt 4.1.2.5 (Standsicherheitsfaktor))

11. Warum müssen Träger (Auflagen) an Regalen, die mit Fördermitteln be- und entladen werden, gesichert sein?

  1. Damit sie sich beim Ein- und Auslagern nicht unbeabsichtigt ausheben bzw. lösen
  2. Damit das Regal leichter umgebaut werden kann
  3. Damit die Fachlast automatisch reduziert wird
  4. Damit der Stapler ohne Sicherheitsabstand fahren darf

Träger müssen gegen ungewolltes Ausheben gesichert sein, damit sie sich beim Ein- und Auslagern nicht unbeabsichtigt lösen. Ein gelöster Träger könnte mitsamt Last herabstürzen. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 4.2.3 (Sicherung der Träger/Auflagen))

12. Gegen welche Aushebekraft müssen Träger an Regalen, die mit Fördermitteln be- und entladen werden, gesichert sein?

  1. Gegen eine Aushebekraft von mindestens 7500 N und höchstens 10000 N
  2. Gegen eine Aushebekraft von mindestens 400 N
  3. Gegen eine Aushebekraft von genau 2,0 N
  4. Eine Sicherung gegen Ausheben ist nicht vorgeschrieben

Die Trägersicherung muss einer Aushebekraft von mindestens 7500 N und höchstens 10000 N standhalten. So lösen sich die Träger beim Auslagern nicht unbeabsichtigt. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 4.2.3 (Sicherung der Träger/Auflagen))

13. Wie muss der Anfahrschutz an Eckbereichen ortsfester Regale beschaffen sein, die mit nicht leitliniengeführten Fördermitteln beladen werden?

  1. Nicht mit dem Regal verbunden, gelb-schwarz gekennzeichnet und mindestens 0,3 m hoch
  2. Fest mit der Regalstütze verschweißt und unauffällig grau lackiert
  3. Nur als aufgemalte Linie auf dem Boden ausgeführt
  4. Mindestens 2,0 m hoch und aus Glas

Der Anfahrschutz darf nicht mit dem Regal verbunden sein, muss gelb-schwarz gekennzeichnet und mindestens 0,3 m hoch sein. Er soll Anfahrstöße aufnehmen, ohne sie ins Regal zu leiten. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 4.2.5 (Anfahrschutz))

14. Welche Energie muss ein ausreichend dimensionierter Anfahrschutz an einem Regal mindestens aufnehmen können?

  1. Mindestens 400 Nm
  2. Mindestens 40 Nm
  3. Mindestens 7500 Nm
  4. Es ist kein Energiewert festgelegt

Ein Anfahrschutz gilt als ausreichend dimensioniert, wenn er mindestens 400 Nm Energie aufnehmen kann. Er schützt so die Regalstützen vor Anfahrschäden. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 4.2.5 (Anfahrschutz))

15. In welchem Mindestintervall müssen kraftbetriebene Regale durch einen Sachkundigen geprüft werden?

  1. Mindestens einmal jährlich
  2. Mindestens alle fünf Jahre
  3. Nur einmalig bei der Erstinbetriebnahme
  4. Mindestens monatlich

Kraftbetriebene Regale müssen nach Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich, von einem Sachkundigen geprüft werden; über das Ergebnis sind Aufzeichnungen zu führen. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 6.1 (Prüfung))

16. Bei einem Doppel-Regal, das von beiden Seiten mit nicht leitliniengeführten Staplern beladen wird, ist bei mittiger Einlagerung kein ausreichender Sicherheitsabstand zwischen den größten Ladeeinheiten gewährleistet. Welche Maßnahme ist erforderlich?

  1. Eine Durchschiebesicherung, die mindestens bis 150 mm Höhe wirksam ist
  2. Eine Verbreiterung der Schmalgänge auf 0,5 m je Seite
  3. Eine zusätzliche Beleuchtung über jedem Fach
  4. Keine Maßnahme, da Doppel-Regale immer sicher sind

Fehlt der ausreichende Sicherheitsabstand bei mittiger Einlagerung, ist eine Durchschiebesicherung erforderlich, die bis mindestens 150 mm Höhe wirksam ist. Sie verhindert, dass Lasten auf die Gegenseite durchgeschoben werden. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitte 4.2.4.4 und 4.2.4.5)

17. Wie müssen Stapel aus Paletten oder Stapelbehältern grundsätzlich errichtet werden?

  1. Lotrecht, also senkrecht und ohne Schiefstellung
  2. Möglichst weit nach vorne geneigt, um Platz zu sparen
  3. Treppenförmig versetzt, damit man hinaufsteigen kann
  4. Mit der schwersten Last immer ganz oben

Stapel sind lotrecht zu errichten. Eine Schiefstellung beeinträchtigt die Standsicherheit und kann zum Umkippen führen. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 5.3 (Stapelung von Paletten und Stapelbehältern))

18. Ab welcher Neigung eines Stapels aus Paletten muss dieser in gefahrloser Weise abgebaut werden?

  1. Wenn die Neigung mehr als 2 % beträgt
  2. Wenn die Neigung mehr als 20 % beträgt
  3. Wenn die Neigung mehr als 45 % beträgt
  4. Erst wenn der Stapel sichtbar einzustürzen droht

Übersteigt die Neigung eines Stapels 2 %, ist er in gefahrloser Weise abzubauen. Schon eine geringe Schiefstellung kann die Standsicherheit gefährden. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 5.3 (Stapelung von Paletten und Stapelbehältern))

19. Sie stellen fest, dass ein freistehender Palettenstapel deutlich, das heißt um mehr als 2 %, geneigt steht. Wie handeln Sie richtig?

  1. Den Stapel in gefahrloser Weise abbauen
  2. Den Stapel mit weiteren Paletten oben beschweren, damit er sich aufrichtet
  3. Den Stapel mit dem Stapler seitlich anschieben, bis er gerade steht
  4. Den Stapel unverändert stehen lassen, da Stapel immer etwas schief stehen

Bei einer Neigung über 2 % ist der Stapel gefahrlos abzubauen. Anschieben oder Beschweren erhöht die Einsturzgefahr. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 5.3 (Stapelung von Paletten und Stapelbehältern))

20. Worauf kommt es bei der zulässigen Stapelhöhe von gestapelten Ladeeinheiten in erster Linie an?

  1. Auf Tragfähigkeit, Zustand und Stapelbarkeit der unteren Ladeeinheiten sowie die Standsicherheit
  2. Allein auf die Höhe der Lagerhalle
  3. Allein auf die Hubhöhe des Staplers
  4. Auf die Farbe der verwendeten Paletten

Die Stapelhöhe richtet sich nach Tragfähigkeit, Zustand und Stapelbarkeit der unteren Ladeeinheiten, damit die Standsicherheit gewahrt bleibt. Beschädigte oder nicht stapelfähige Einheiten dürfen nicht hoch gestapelt werden. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 5.3 (Stapelung von Paletten und Stapelbehältern))

21. Sie sollen mehrere beschädigte und teils gebrochene Paletten übereinanderstapeln. Wie verhalten Sie sich korrekt?

  1. Beschädigte, nicht stapelbare Paletten nicht für hohe Stapel verwenden und aussortieren
  2. Die beschädigten Paletten einfach nach unten in den Stapel legen
  3. Die beschädigten Paletten besonders hoch stapeln, da sie ohnehin Abfall sind
  4. Die Schäden mit Folie umwickeln und normal weiterstapeln

Nur tragfähige, stapelbare Ladeeinheiten dürfen gestapelt werden; beschädigte Paletten gefährden die Standsicherheit und sind auszusortieren. So wird ein Einsturz des Stapels vermieden. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 5.3 (Stapelung von Paletten und Stapelbehältern))

22. Beim Stapeln im Lager gilt der Grundsatz für die Gewichtsverteilung. Welche Anordnung ist richtig?

  1. Schwere und stabile Ladeeinheiten nach unten, leichtere nach oben
  2. Schwere Ladeeinheiten immer ganz nach oben
  3. Die Reihenfolge ist beliebig, das Gewicht spielt keine Rolle
  4. Leichte Ladeeinheiten zuerst nach unten, damit sie nicht beschädigt werden

Schwere, tragfähige Einheiten gehören nach unten, leichtere nach oben, damit der Stapel einen tiefen Schwerpunkt behält und standsicher bleibt. Schwere Lasten oben würden den Stapel kippgefährdet machen. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 5.3 (Stapelung von Paletten und Stapelbehältern))

23. Beim Absetzen einer Ladeeinheit auf einem Stapel oder im Regal darf die zulässige Belastung nicht überschritten werden. Welche Aussage ist zusätzlich richtig?

  1. Ladeeinheiten dürfen nicht stoßartig abgesetzt werden, damit die Standsicherheit erhalten bleibt
  2. Ein leichter Stoß beim Absetzen ist nötig, damit die Einheit fest sitzt
  3. Die Standsicherheit darf kurzzeitig beeinträchtigt werden, solange nichts umfällt
  4. Die zulässige Belastung darf bei kurzen Lagerzeiten überschritten werden

Die zulässige Belastung darf nicht überschritten und die Standsicherheit nicht beeinträchtigt werden; zudem dürfen Ladeeinheiten nicht stoßartig abgesetzt werden. Stöße können Stapel oder Regal destabilisieren. (DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 5.1.1 / 5.1.2 (Betrieb – Belastung))

24. Wie muss der Hubmast beim Ein- und Auslagern in der Höhe in einem Regal stehen?

  1. Leicht nach hinten geneigt, um die Last zu sichern
  2. Senkrecht (lotrecht) ausgerichtet
  3. Stark nach vorn geneigt, damit die Palette frei einfädelt
  4. Die Neigung ist beim Hochstapeln ohne Bedeutung

Beim Ein- und Auslagern in der Höhe muss der Mast senkrecht stehen, damit die Last lotrecht über der Auflage abgesetzt wird und das Regal nicht angefahren oder überlastet wird. (DGUV Grundsätze der Staplerausbildung; DGUV Vorschrift 68 'Flurförderzeuge')

25. Warum sollte die Last beim Einlagern in großer Höhe nicht mit nach hinten geneigtem Mast abgesetzt werden?

  1. Weil die Hubgeschwindigkeit dadurch sinkt
  2. Weil die Palette dann nicht plan auf der Auflage aufliegt und Regal sowie Stapler stärker belastet werden
  3. Weil der Hydraulikdruck zu stark ansteigt
  4. Weil die Beleuchtung des Faches verdeckt wird

Mit nach hinten geneigtem Mast wird die Last schräg eingebracht; sie liegt nicht sauber auf der Auflage und kann das Regal anstoßen oder ungleich belasten. Daher wird der Mast vor dem Absetzen senkrecht gestellt. (DGUV Grundsätze der Staplerausbildung; DGUV Regel 108-007 'Lagereinrichtungen und -geräte', Abschnitt 5.1)

26. In welcher Reihenfolge gehen Sie beim Einlagern einer Palette in ein hohes Regalfach grundsätzlich vor?

  1. Last bodennah anheben, vor das Fach fahren, hochheben, Mast senkrecht stellen, einfahren und absetzen
  2. Mit hochgehobener Last durch den Gang fahren und im Fahren absetzen
  3. Last mit nach vorn geneigtem Mast im Fach abkippen
  4. Palette mit Schwung in das Fach schieben

Erst am Regal positionieren, dann auf Fachhöhe heben, den Mast senkrecht stellen und die Last vorsichtig einfahren und absetzen; gefahren wird grundsätzlich mit abgesenkter Last. (DGUV Grundsätze der Staplerausbildung; DGUV Vorschrift 68 'Flurförderzeuge')

27. Sie fahren mit einem Regalstapler durch einen Schmalgang zum Auslagern. Wie sollten Sie sich beim Heranfahren an das Fach verhalten?

  1. Mit voller Geschwindigkeit fahren und erst kurz vor dem Regal abbremsen
  2. Vorsichtig und langsam heranfahren, ohne Regale und eingelagerte Lasten anzufahren
  3. Den Mast schon während der Fahrt voll ausfahren
  4. Den Sicherheitsabstand bewusst aufgeben, um schneller zu sein

In Schmalgängen ist darauf zu achten, dass Regale und eingelagerte Lasten nicht angefahren werden; deshalb wird langsam und kontrolliert herangefahren. (DGUV Vorschrift 68 'Flurförderzeuge', § 35 Abs. 3 und 4)

28. Wie darf eine Last in einem Regal abgesetzt werden, das an einen Fahrbereich von Flurförderzeugen grenzt?

  1. So, dass sie etwas in den Fahrbereich hineinragt, um Platz zu sparen
  2. So, dass sie nicht in den Fahrbereich der Flurförderzeuge hineinragt
  3. Beliebig, solange das Regalfach gefüllt ist
  4. Nur quer zur Fahrtrichtung des Gangs

Lasten dürfen in den Regalen nur so abgesetzt werden, dass sie nicht in den Fahrbereich der Flurförderzeuge hineinragen. (DGUV Vorschrift 68 'Flurförderzeuge', § 35 Abs. 4)

29. Mit welcher Geschwindigkeit darf aus einem Schmalgang herausgefahren werden?

  1. Mit normaler Fahrgeschwindigkeit
  2. Nur mit Kriechgeschwindigkeit
  3. Mit erhöhter Geschwindigkeit, um den Gang schnell zu verlassen
  4. Mit der jeweils zulässigen Höchstgeschwindigkeit des Staplers

Aus Schmalgängen darf nur mit Kriechgeschwindigkeit (bis 2,5 km/h) herausgefahren werden. (DGUV Vorschrift 68 'Flurförderzeuge', § 35 Abs. 5)

30. Wie hoch darf das Lastaufnahmemittel beim Herausfahren aus einem Schmalgang höchstens angehoben sein?

  1. Bis zur halben Masthöhe
  2. Nur bodenfrei, also bis höchstens 0,50 m über dem Flur
  3. Bis 1,50 m über dem Flur
  4. Bis zur ersten Regalebene

Beim Herausfahren aus dem Schmalgang dürfen Lastaufnahmemittel und Fahrerplatz nur bodenfrei (bis 0,50 m über Flur) angehoben sein. (DGUV Vorschrift 68 'Flurförderzeuge', § 35 Abs. 5 i. V. m. § 2 Abs. 9 und 10)

31. Was bezeichnet der Begriff 'Schmalgang' bei Regalanlagen?

  1. Ein Gang ausschließlich für Fußgänger
  2. Ein Verkehrsweg in Regalanlagen ohne beidseitigen Sicherheitsabstand zwischen Flurförderzeug einschließlich Last und festen Teilen der Umgebung
  3. Ein Gang, der nur von Hand bedient werden darf
  4. Ein Notausgang zwischen zwei Regalblöcken

Ein Schmalgang ist ein Verkehrsweg in Regalanlagen ohne beidseitigen Sicherheitsabstand zwischen den am weitesten ausladenden Teilen des Flurförderzeugs einschließlich Last und festen Teilen der Umgebung. (DGUV Vorschrift 68 'Flurförderzeuge', § 2 Abs. 8)

32. Sie wollen mit einem Regalstapler in einen Schmalgang einfahren und erkennen, dass sich dort eine Person aufhält. Wie verhalten Sie sich richtig?

  1. Sie fahren langsam an der Person vorbei
  2. Sie fahren nicht ein; in einen Schmalgang mit erkennbar anwesenden Fußgängern darf grundsätzlich nicht eingefahren werden
  3. Sie hupen einmal und fahren dann weiter
  4. Sie fahren nur ein, wenn die Last unten ist

Mit Regal- und Kommissionierstaplern darf nicht in Schmalgänge eingefahren werden, in denen sich erkennbar Fußgänger aufhalten; eine Ausnahme gilt nur bei bestimmungsgemäßem Mischbetrieb mit Personen erkennenden Abschalteinrichtungen. (DGUV Vorschrift 68 'Flurförderzeuge', § 35 Abs. 1)

33. Beim Auslagern stellen Sie fest, dass die Palette im Fach leicht verschoben über die Auflage übersteht. Wie gehen Sie vor?

  1. Sie ziehen die Palette ruckartig heraus
  2. Sie heben die Gabel auf Fachhöhe, stellen den Mast senkrecht, fahren vorsichtig ein und nehmen die Last gerade und gleichmäßig auf
  3. Sie kippen den Mast nach vorn, um die Palette zu lösen
  4. Sie fahren mit angehobener Last rückwärts aus dem Gang

Die Last wird mit senkrecht stehendem Mast gerade aufgenommen, damit sie nicht verkantet, das Regal nicht beschädigt und die Last sicher auf der Gabel liegt. (DGUV Grundsätze der Staplerausbildung; DGUV Vorschrift 68 'Flurförderzeuge', § 35)

34. Wie sollte die Last beim Transport durch die Lagergänge zum Regal gehalten werden?

  1. Möglichst hoch angehoben für bessere Sicht
  2. Möglichst tief, bodennah und mit nach hinten geneigtem Mast
  3. Auf halber Hubhöhe ohne Neigung
  4. Senkrecht ausgefahren bis zur Zielhöhe

Während der Fahrt wird die Last bodennah und mit leicht zurückgeneigtem Mast transportiert; erst am Regal wird auf Fachhöhe gehoben und der Mast zum Absetzen senkrecht gestellt. (DGUV Grundsätze der Staplerausbildung; DGUV Vorschrift 68 'Flurförderzeuge')

35. Warum ist es gefährlich, mit hochgehobener Last und ausgefahrenem Mast durch den Gang zu fahren, statt erst am Regal zu heben?

  1. Weil der Stapler dann zu leise fährt
  2. Weil der Schwerpunkt nach oben wandert und die Standsicherheit (Kippgefahr) deutlich abnimmt
  3. Weil die Hydraulik dabei überhitzt
  4. Weil die Last dann schneller verschmutzt

Mit angehobener Last steigt der Gesamtschwerpunkt; die Kippsicherheit nimmt stark ab. Deshalb wird die Last erst unmittelbar am Regalfach gehoben und der Mast dort senkrecht gestellt. (DGUV Grundsätze der Staplerausbildung; DGUV Vorschrift 68 'Flurförderzeuge')

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